Allgemeine Informationen zum Thema Unterwasserfotografie

Unterwasserfotografie ist im Vergleich mit der Fotografie über Wasser eine besondere Herausforderung für den Fotografen: Die fotografische Aufnahme erfolgt nicht in dem Medium, für das die Fotoausrüstung und der Film – bzw. bei Digitalkameras der CCD- oder CMOS-Sensor – konzipiert ist, sondern im Wasser. Wasser hat gegenüber Luft eine höhere Brechzahl (1,33) und eine niedrigere als die Frontscheibe des Unterwassergehäuses aus Glas (1,45–2,14) oder Polycarbonat (1,585). Dies führt dazu, dass alle Objekte hinter planarem Glas oder Kunststoffscheiben etwas größer abgebildet werden und näher erscheinen, als sie es in Wirklichkeit sind.

Diese scheinbare Brennweitenverlängerung unter Wasser kann durch speziell für das verwendete Objektiv berechnete „Domeports“ (auch „Domeglas“) verhindert werden. Darüber hinaus filtert Wasser in Abhängigkeit von der Tauchtiefe bestimmte Wellenlängen des Lichts stärker als Luft, was auf Unterwasser-Fotografien zu einem Grün- oder Blaustich führen kann.

Schwebstoffe im Wasser schränken die Transparenz des Wassers im Vergleich zu Luft deutlich ein. Gute Bedingungen unter Wasser erlauben Sichtweiten von 40, 50 oder im Extremfall auch mal 100 Meter, gewöhnlich sind in vielen Gewässern 15 bis 30 Meter. Schlechte Transparenz des Wassers bedeutet Sichtweiten von zehn Metern oder weniger bis hin zu Nullsicht.

Einen weiteren, großen Anspruch an den Unterwasser-Fotografen stellen oft auch die Motive dar: Fische oder Meeressäugetiere sind nahezu immer in Bewegung und daher schwer im Bild zu positionieren und zu fokussieren. Doch auch Strömung kann erschweren, die Kamera im erforderlichen Maß still zu halten.

Quelle: Wikipedia
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